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11.12.2018

Travel: Trinidad in Kuba...



Wie schnell die Zeit vergeht, hab ich vor Kurzem wieder gemerkt. Welchen Eindruck Kuba  vor mittlerweile über zwei Jahren bei mir hinterlassen hat, auch. 
Trinidad ist eine Stadt an der Südküste Kubas, die fast unwirklich erscheint, mit ihren kleinen bunten Häuschen, dem Leben, das ich auf der Straße abspielt und jeden daran teilhaben lässt.

18.08.2016

Unsere crazy Abenteuerstory nach Varadero auf Kuba...




Varadero gilt eher als Pauschaltourismus-Paradies Kubas. Das trifft es auch ganz gut auf den Punkt. Wer hierher kommen möchte, muss sich damit dann wohl arrangieren. Ob man hier noch viel des Kubas erkennen kann, wie es einst mal war? Wohl eher nicht, schöne Fleckchen Strand am Meer kann mir hier aber trotzdem finden. Allein dieser irrealen türkisen Farbe des Meeres wegen, wie ich es vorher wirklich noch nie so intensiv gesehen habe, hat es sich gelohnt.


30.05.2016

Cayo Coco - ein isoliertes Paradies auf Kuba...




Cayo Coco war ein Traum! Das muss ich gleich sofort "klarstellen", falls durch den leicht negativen Unterton aus meiner Post-Überschrift Zweifel aufkommen. Der Strand auf Cayo Coco ist so unglaublich fein und schön, dass er es locker unter die Top 3 meines Strände-Rankings schafft. ;)
Ich habe auf meiner Kuba Rundreise (Havanna und Varadero) die Tage auf Cayo Coco genutzt, um einfach mal abzuschalten und viel Faulenzer-Zeit mit meiner Mama zu verbringen. Das war tatsächlich auch einfach mal schön. 4 Tage haben wir mal nur die Füße hochgelegt. Wir hatten uns im Sol Cayo Coco einquartiert, eine Hotelbuchung im Voraus ist empfehlenswert, auf keiner mir bekannten Cayo gibt es andere Unterkünfte als Hotels (also keine Casas und auch nur eine begrenzte Hotelanzahl). Hier wohnen keine Einheimischen und den Kubanern ist sogar der Zugang zu den Cayos verwehrt, sollten sie sich nicht selbst als Gast ein Zimmer in einem Hotel buchen oder dort arbeiten. Irgendwie fies. Generell kam mir Cayo Coco trotz Hochsaison nicht sehr überlaufen vor und ein schattiges Plätzchen am Strand hat man immer gefunden. Der Grund für den noch fehlenden Massentourismus ist hier vielleicht einfach die abgelegene Lage. Cayo Coco hat zwar einen kleinen Flughafen für Inlandsflüge, aber die Verkehrsanbindung ist (glücklicherweise) noch nicht optimiert, sodass man für An- und Abfahrt aus/in eine/r andere/n Stadt gegebenenfalls längere Fahrtzeiten auf sich nehmen muss.
Wir sind in circa 3 Stunden mit einem (Taxi)Fahrer aus Trinidad auf die Insel gekommen. Cayo Coco ist über einen Damm mit dem Auto erreichbar, wenn man Glück hat, kann man hier sogar Flamingos sehen, in den frühen Morgenstunden ist die Wahrscheinlichkeit am Größten. Da wir gegen 12 auf der Insel ankamen, waren wir leider schon zu spät. Und an dieser Stelle bereuten wir fast ein wenig, nicht mit dem Mietwagen unterwegs zu sein...




Der Transfer durch einen kubanischen Fahrer ist übrigens kein Problem, er meldet an der Pforte an, dass er Gäste auf die Insel bringt und dann wird man auch bis direkt vor die Tür gefahren. Taxis auf der Insel selbst gibt es dagegen nur wenige, weshalb sich eine Rundfahrt auf Cayo Coco entweder auf den lokalen Touri-Bus, die wenigen Taxis oder einen Mietwagen begrenzt. Den Mietwagen empfiehlt es sich wieder im Voraus zu buchen, wenn ihr nicht ohnehin schon per Mietwagen auf Kuba unterwegs und mobil seid, denn die sind alle schon Tage / Wochen im Voraus ausgebucht. Die Inselrundfahrt per Bus dauert leider sehr lange, da jedes einzelne Hotel angefahren wird. Diese Zeit wollten wir nicht verschwenden und haben darauf verzichtet. Der Playa Pilar auf der mit Cayo Coco direkt verbundenen kleineren Insel Cayo Guillermo soll allerdings der schönste beider Inseln, vielleicht sogar der schönste in ganz Kuba sein. Das Sol Cayo Coco kann seinen Gästen durch seine vorzügliche Lage gleich zwei Hotelstrände bieten. Das war schon ziemlich privilegiert, empfand ich. Da wir "nur" unsere beiden Hausstrände und ein paar Strände in Laufreichweite gesehen haben, kann ich leider nicht beurteilen, welcher der schönste der Insel ist. Mir hat der Playa Larga unter diesen am Besten gefallen. Wenn ihr euch die folgenden Bilder anschaut, könnt ihr auch sicherlich verstehen, dass wir einfach mal nur genossen und kein zeitaufwendiges Strandhopping auf der Suche nach der perfekten Playa vor dem perfekten türkisen Meer mehr gemacht haben. Denn für mich... sieht das schon ziemlich perfekt aus. Let's beginn with... my favorite: :)














Hier kann man sehr gut Ebbe und Flut erkennen:




Hotelstrand No 2, Playa Las Coloradas:




Perfekte Kulisse für Strandspaziergänge, oder?







Und hier nochmal mein Oldtimer-Faible:



Seht euch diese Autotür an...,

...fährt aber tatsächlich noch!


Und jetzt mal Augen zu, alle Tierliebhaber:


Seafood. Every. Day. Yum.


 Sehr schöne Wohlfühl-Hotelanlage:



Cheers



Ein traumhaft schönes Sonnenunterganglicht:






Sol Cayo Coco, du hast den Hotelbetten-Test bestanden. :) Und im Übrigen auch alle anderen Tests. Wir würden echt schweine gern wiederkommen!!! ♥

Momma craziness.

18.04.2016

Havanna - Kuba...




Nach Guatemala-City, Tegucigalpa, El Salvador oder Quito, dachte ich, ich würde sie kennen, die südamerikanischen Großstädte. Grau, staubig, viel Verkehr, riesige Knäuel elektrischer Stromleitungen an den Straßenecken, hin und wieder mal ein verloren erscheinendes grünes Fleckchen inmitten von Hochhäusern und heruntergekommener Bauten und leider auch viel Armut. Havanna scheint mir wie ein Protest gegen dieses Hauptstadt-Klischee, das ich mir über die Jahre in meinem Kopf zurechtgelegt hab. Ganz ohne die Großstadtwüste läuft es in Südamerika wohl nicht, aber Havanna macht vor allem mit seiner Altstadt alles wieder gut :) Viel erklären will ich dazu gar nicht, denn Bilder sagen mehr als Worte. Ein paar Havanna Facts findet ihr immer zwischen den Bildern... :)

(Hier geht's zu meinem Cayo Coco Bericht, einer der weiteren Stationen auf unserer Kubarundreise und hier nach Varadero)


1. Die Oldtimer! Einmal in einem alten Ami-Schlitten (mit-)fahren, solange dies noch möglich ist! Oder kennt ihr ein anderes Land, in dem das noch so einfach möglich wäre??






Diiiieses Blaulicht... :D


...und hier wird getankt.


2. Peso Cubano: Die Währung für die Kubaner. Nur auf Lebensmittelmärkten benötigt man diese Währung als Reisender. Wir Touris zahlen nämlich mit Peso Convertible, ein verwirrendes Geldgeschäft. 1 CUC Peso Convertible entspricht 24 CUP Peso Cubano und ist in etwa so viel wert wie ein Amerikanischer Dollar. Um nicht abgezockt zu werden, immer darauf achten, dass man die Geldscheine OHNE Köpfe drauf erhält. Die Noten mit Ches Gesicht drauf sind nämlich die Peso Cubano.


Chillin'...

Essen auf Rädern


3. Seinen Aufenthalt in Havanna (und anderen schönen Orten Kubas!) in einer der vielen Casas zu verbringen, ist übrigens absolut empfehlenswert! Obwohl ich ein "Freund der spontanen Reise" bin, würde ich hier tatsächlich dazu raten, die Casa im voraus zu reservieren. Kuba erlebt gerade einen Reiseboom und die schnuckeligen Unterkünfte sind meist schon Wochen im Voraus ausgebucht. Hilda und Alejandro kann ich euch wärmstens ans Herz legen. :)






4. Malecón: Ihr könnt nicht Havanna verlassen und dabei nicht Havannas Ufermauer entlang geschlendert zu sein.



Fischer am Malecón

Langostinos zum Abendessen...

...mit Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer

Der Garten des Hotel Nacional mit Blick auf das Meer


5. Coco Taxi: Die Tuktuks Kubas.

Die Alleenstraße El Prado


6. Bici Taxi: Die motorfreie Variante sich in Havanna herumchauffieren zu lassen.






7. La Habana vieja: Die Altstadt, ihre schönen Plazas und die Calle Obispo. Siesta in einem Café machen, einen jugo natural trinken und den Salsatönen aus irgendeinem Fenster lauschen.




Pasta pescados y marisco

Plaza de la Catedral


8. Einen Mojito in der Lieblingsbar Hemingways: Bodeguita del Medio trinken!
Wie der Schriftsteller so schön sagte: "Mi mojito en La Bodeguita, ....





9. ...y mi daiquirí en El Floridita":
Daiquiris für saftige 6 Dollar das Glas muss man aber in der einzig wahren Floridita probiert haben! Hier gibt es auch zu viele Geschmacksrichtungen! Kiwi, Melone, Orange, Ananas, Kaffee, Kokos....






10. Internet?! WLAN? Free Wifi? So richtig als Flatrate? Kennen Kubaner nicht :)
Gibt es auch nicht :) Wer ins Netz möchte, muss sich erstmal einen Hotspot ausfindig machen. Sich dann einen Zugangscode kaufen und die Leitung mit, nunja, ein paar anderen teilen. Ob es funktioniert sei ebenfalls eine Überraschung. Man merkt, dass sich das kubanische Leben noch auf der Straße abspielt und nicht hinter einem Bildschirm.






11. Hide and Seek: Supermarket! Findet in Havanna mal auf die Schnelle einen Supermarkt. Oder einen kleinen Laden. Oder einen riesen Discounter. Klappt nicht. Diese tiendas sind so rar und so gut versteckt, dass wir lange suchen und uns immer durchfragen mussten.





12. Trinkwasserrarität! Und dann denkt bloß nicht, dass ihr alles zu kaufen bekommt, wenn ihr tatsächlich erfolgreich einen Supermarkt gefunden habt. Wasser in großen Flaschen? Gibt's oft nicht. Brot? Gibt's auch nicht immer. Hilda aus unserer Casa sagte einmal so schön, sie gehe eben schnell Brot kaufen. Kaum eine Minute später war sie zurück: "Ahora no hay pan!" (Gibt gerade kein Brot).
Tatsächlich versorgen sich in Havanna noch viele Familien über verteilte Lebensmittelmarken.





13. Coco Glacé: Eis in Kokosnuss-Schale, mmmmhyum!

Coco Glacé am Plaza Vieja



14. Auf den Spuren Che Guevaras wandeln. Andenken an den ehemaligen Guerilla Kämpfer sind überall präsent. Äääähm, das riesige Denkmal... Sorry, ich weiß nicht mehr genau, was es darstellen soll, peinlich. Ich bin einfach der schlechteste und unaufmerksamste Schüler in Denkmäler-Kunde. =/ Verzeiht. Zum Googeln bin ich auch zu faul. :P Ehrlich gesagt - finde ich den grauen Turm ohnehin hässlich.
Plaza de la Revolucion



15. Kubas Zigarrenproduktion: Ich hab schwer geschluckt als ich mir den Preis einer solchen Kiste hab nennen lassen. Um die 20 Dollar sollte eine einzelne Cohiba (Fidel Castros Lieblingsmarke) kosten! Che Guevaras Montechristo erschien mir als Nichtraucher für ein paar Dollar weniger auch nicht gerade ein Schnäppchen zu sein. Ich wollte das gar nicht glauben, aber der Preis blieb überall ziemlich gleich.
Um Betrug durch Schwarzhändler zu vermeiden und um keine unoriginale Exemplare untergejubelt zu bekommen, unbedingt nur in Tabakstuben oder in der Zigarrenfabrik kaufen.





16. Die Paladares: In Kuba nennt sich jedes Restaurant Paladar. Egal ob groß, ob klein, ob offiziell oder nicht, ob staatlich oder privat. In den Reiseführern sind damit aber die kleinen Lokale gemeint; kleine Sitzgelegenheiten, wo man unter Umständen sogar aus der Privatküche der Familie bedient wird, aber tatsächlich richtige Leckereien serviert bekommt. Um sie zu finden, muss man manchmal ein wenig suchen, da sie oft nicht so auffällig sind, wie die großen Restaurant-Konkurrenten mit ihren "Paladar-Schildern" an den Wänden. Erkennbar sind die kleinen aber oft am zusammengemixten Mobiliar oder den quietschbunten Tischdecken. Tatsächlich sind sie oft sehr beliebt und in manchen muss man sogar im Voraus reservieren. Das Dona Eutimia am Plaza de la Catedral bspw. ist versteckt in einer Seitengasse hinter zwei Restaurant Riesen, die einzigen 4 Tische im Freien sind immer voll besetzt.






17. Sich von Gegensätzen verwirren und einfach treiben lassen. Kolonialarchitektur vs Bruchbuden. Kaum zu glauben, dass in manchen Häusern die Leute noch scheinbar unbesorgt leben:

Das Monumento Maximo Gomze am Ende einer baufälligen Straße



Das Hotel Inglaterra am Parque Central







Einsturzgefahr? Kennt man hier nicht.